12.05.17 bis 13.05.17
Traumabezogene psychodynamische Ansätze
Dauer: Freitag: 15:00-20:30
Samstag: 09:00-17:00
Ort: Hotel Bokan
Mainersbergstraße 1
8051 Graz- Gösting
Kosten: Euro 360,00 (für Mitglieder Euro 305,00)
Einheiten: 15 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten
Seminarleitung
Med.Dir.Prof.Dr.med. Ulrich Sachsse (D)
Medizin-Studium Göttingen., 1980 Promotion bei Leuner über Gruppen-KIP FA Psychiatrie und Psychotherapie & für Psychosomatische Medizin Psychoanalyse, Psychotraumatherapie Wissenschaftlicher Berater des Asklepios Fachklinikum Göttingen (Spezialstation für Frauen mit komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung, Dissoziativen Störungen und/oder Selbstverletzendem Verhalten) Em. Honorarprofessor der Univärsität Kassel. Gründungs-Herausgeber „Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie PTT“. Preisträger Dr. Margrit Egner Stiftung Univ Zürich und des Hamburger Preis Persönlichkeitsstörungen Bücher u.a.: Dulz, Herpertz, Kernberg, Sachsse (Hg): Handbuch der Borderline-Persönlichkeitsstörungen. 2. Aufl. 2011. Sachsse (Hg): Traumazentrierte Psychotherapie. 2004. Sack, Sachsse, Schellong (Hg): Komplexe Traumafolgestörungen. 2013. Sachsse, Herbold (Hg): Selbst-Verletzung. 2016.

Inhalt
Bevor Sigmund Freud die Psychoanalyse entwickelte, war er Trauma-Therapeut in der Tradition der französischen Hypnose von Charcot und Bernheim (Zur Ätiologie der Hysterie, Studien über Hysterie).
Von 1900 bis 1975 war die Trauma-Perspektive nachrangig in der Behandlung von PatientInnen. Inzwischen steht sie gleichrangig neben den psychodynamischen Konzepten Struktur und Konflikt. Während die Desensibilisierung einer intrusiven PTBS Domäne der Verhaltenstherapie ist, sind psychodynamische Methoden wirksam bei der Behandlung der Bindungs- und Beziehungs-Traumata , insbesondere bei Typ-D-Bindungsstörung.

Im Seminar wird die Geschichte der Trauma-Behandlungen vermittelt, das Spektrum der Trauma-Folgestörungen, insbesondere Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) versus komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) und Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), und es wird der psychodynamische Beitrag zur Behandlung verdeutlicht:
Strategien aus der Psychodynamisch imaginativen Traumatherapie (PITT) und der Dialektisch behavioralen Therapie (DBT) zur Behandlung von BPS plus PTBS sowie zur Behandlung von Typ-D-Bindungsstörungen (Arbeit mit dem Inneren Kind).