17.11.18 bis 17.11.18
Geschichten und Märchen als zielgerichtete, psychologisch fundierte Interventionen
Dauer:
Ort: LFI Oberösterreich
Auf der Gugl 3
4021 Linz
Kosten: wird noch bekannt gegeben
Seminarleitung
Mag.a Helga Kernstock-Redl
Psychologin, Psychotherapeutin, Coach, Supervisorin
ist seit 1993 als Gesundheits- und klinische Psychologin, Supervisorin und Coach tätig. Später folgten Ausbildungen in systemischer Psychotherapie, Arbeits- und Traumapsychologie. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie 2005 im Rahmen ihrer Tätigkeit im Gottfried v. Preyer’schen Kinderspital, weitere folgten. Jetzt neu: „Heilsame und lösungsorientierte Kindergeschichten“ 2017, tredition-Verlag. Aktuell arbeitet sie – neben der klinischen Behandlung Schwersttraumatisierter im Therapiezentrum Ybbs – in freier Praxis von Wien aus als Supervisorin, Coach, Autorin, Lehrbeauftragte und Referentin Ihre Schwerpunkte: Gefühlsmanagement, Geschichten und andere „analoge Interventionen“.

Inhalt
Durch „Aschenputtel“ können typische Symptome der Entwicklungstraumatisierung erklärt werden, „Rumpelstilzchen“ hilft, die Suchtdynamik zu verstehen: Interventionen in Form von Geschichten sind besonders sanft und respektvoll. Man findet die Ideen und Figuren dazu in Filmen, Märchen, Computerspielen, Büchern etc. oder schreibt sie selbst. Als Intervention können sie verschiedenen Zielen dienen: Selbstwertaufbau, Psychoedukation und Prävention, Ressourcenaktivierung, Lösungsfindung, dem kognitiven Umstrukturieren, der Traumaverarbeitung oder – ganz allgemein – dem Aufbau von Mentalisierungsfähigkeit und Arbeitsbeziehung.
Dieses Seminar zeigt, wie sie als Intervention von einem solchen, konkreten Ziel ausgehend geplant und in einen Behandlungs- oder Beratungsprozess eingebaut werden können. Der Tag soll die TeilnehmerInnen befähigen und inspirieren, selbst oder gemeinsam mit dem Gegenüber eine Geschichten zu entwickeln oder passende Elemente in Märchen, Filmen etc. zu erkennen und zu nutzen.
Der praktische Einsatz im Beratungs- oder Behandlungsgespräch wird anhand von Fallbeispielen der Referentin und der TeilnehmerInnen erklärt, demonstriert und in Detail geübt. Ein „Denk-daran“ kann als Anker für den Transfer in die Praxis dienen und Nachhaltigkeit fördern.