25.05.18 bis 26.05.18
Essstörung und Emotionsregulation: Ein transdiagnostischer Ansatz
Dauer: Freitag: 15:00-20:30
Samstag: 09:00-17:00
Ort: Maria Trost
Kirchbergstraße 18
8044 Graz
Kosten: wird noch bekannt gegeben
Einheiten: 15 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten
Seminarleitung
Dr.in Kristin Heinecke (D)
Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), zertifizierte Therapeutin für Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT nach M. Linehan), 2008-2014 Tätigkeit als Stationspsychologin auf der DBT-Spezialstation für Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung und Essstörungen. Seit 2014 Psychologische Psychotherapeutin in der Psychiatrischen Institutsambulanz des Zentrums für Integrative Psychiatrie und Psychotherapie (ZIP GmbH) in Lübeck, Supervisorin für die Tagesklinik mit Schwerpunkt Essstörungen und Borderline Störungen. Dozentin im Studiengang Psychologie an der Universität zu Lübeck, verschiedenen Ausbildungsinstituten (z.B. Marburg, Halle, Leipzig), Weiterbildungen (DGVT) und verschiedenen Kliniken mit Workshops/Seminaren zum Thema Essstörung und Borderline Persönlichkeitsstörung.

Inhalt
In diesem Behandlungsansatz wird davon ausgegangen, dass Störungen in der Emotionsregulation eng mit gestörtem Essverhalten zusammenhängen und für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen eine zentrale Rolle spielen. In diesem Seminar wird ein transdiagnostischer Behandlungsansatz vorgestellt, der besonders für schwer erkrankte PatientInnen geeignet ist, die eine Essstörung und zusätzlich eine weitere Komorbidität, z.B. eine Störung der Emotionsregulation aufweisen. Dieser Therapieansatz wendet Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT nach M.Linehan) auf die Behandlung PatientInnen mit verschiedenen Essstörungsdiagnosen an (AN, BN, BED, ED-NOS) an.
Eine besondere Berücksichtigung finden im Seminar die Fragen:
- Wie wirkt sich eine gestörte Emotionsregulation auf das Essverhalten aus?
- Und umgekehrt: welche Effekte hat das gestörte Essverhalten in Bezug auf emotionale Prozesse?
- Welche Fertigkeiten benötigen die EssstörungspatientInnen?
- Wie übe ich diese Strategien ein?
- Wie gehe ich mit Emotionsvermeidung um?

Einen weiteren Schwerpunkt bildet im Seminar die dialektische therapeutische Grundhaltung, die den Umgang mit schwierigen Therapiesituationen, wie sie typisch für die Therapie mit EssstörungpatientInnen sein können, erleichtern kann (z.B. Ambivalenz bezüglich Gewichtsnormalisierung, Schwierigkeiten bezüglich Commitment).
Es werden anhand von Fallbeispielen, Therapievideomaterialien und Rollenspielen spezifische therapeutische Fertigkeiten trainiert. Eigene Fälle können von den TeilnehmerInnen gern eingebracht werden.