13.04.18 bis 14.04.18
Angst, Sucht, Depression und Selbstverletzung
Hypnosystemische Methoden bei Erschöpfung, Suchtdynamiken, psychischen Eskalationen und Selbstverletzung
Dauer: Freitag:15:00-20:30
Samstag: 09:00-17:00
Ort: Schloss Krastowitz
Gottscheerstraße
9020 Klagenfurt
Kosten: wird noch bekannt gegeben
Seminarleitung
Dr. Reinhold Bartl
Psychologe, Psychotherapeut
Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut, (Dynamische Gruppenpsychotherapie, System. Familientherapie) , Coach und Supervisor Leiter des Milton Erickson Institut Innsbruck Lehrtherapeut der Milton Erickson Gesellschaft Innsbruck und der ÖAS (Österreichische Arbeitsgemeinschaft für systemische Therapie und systemische Studien) und in freier Praxis als Psychotherapeut, Coach und Trainer. Mehrere Veröffentlichungen in Psychotherapeutischen Fachzeitschriften und Büchern

Inhalt
Suchtphänomene, Ängste, depressive Verzweiflung und auch Eskalationen, die in Selbst- oder Fremdverletzung enden, werden in traditionellen Konzepten der Psychotherapie häufig unter dem Aspekt von Defiziten und Störungen beschrieben. Bei den Betroffenen gehen sie zumeist einher mit Gefühlen von Inkompetenz, Überforderung und Hilfslosigkeit.
Diese unwillkürlich entstehenden und zumeist sehr leidvoll Erlebensformen mindern die Lebensqualität der Betroffenen und schränken diese in ihrem psychischen und körperlichen Wohlbefinden z.T. massiv ein.

Hypnosystemischen Ansatz öffnen Zugänge, die körperliche und psychische Symptome als Träger von unberücksichtigten Bedürfnissen verstehen. Erlittenes Leid wird damit zu einem kompetenten Wissen über ersehnte, aber verdeckte Anliegen. Es kann zu einem kompetenten Wegweiser für hilfreiche und notwendige Entwicklungsschritte werden.
In dem Seminar werden hypnosystemische Konzepte, Haltungen und Methoden vorgestellt, gezeigt und erprobt, die die Gemeinsamkeit in der Entstehung und Aufrechterhaltung unterschiedlicher Formen menschlichen Leids nachvollziehen lässt. Sodann werden symptomorientiert Vorgehensweisen dargestellt, die sich als besonders hilfreich für den Aufbau von Kompetenzerleben und der Entwicklung lösungsförderlichen Verhaltens erweisen.
Insbesondere wird dabei dargestellt, wie einzelne Therapieschritte in Abhängigkeit vom erlebtem Leid (Stichwort: Störungsspezifisches Wissen) sinnvoll aufeinander aufgebaut und in stimmige Entwicklungsschritte gebracht werden können.

Seminarinhalte werden sein:
o Die Grundannahmen des hypnosystemischen Ansatzes zum Verständnis der Entstehung und Aufrechterhaltung von Symptomen
o Hypnotherapeutische Zugänge zur stimmigen Übersetzung von Symptomatiken in Sinn und gestaltbares Erleben
o Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Sucht, Angst, Depression und internaler Eskalation (Selbstverletzung)
o Die Nutzung körperlichen Stresserlebens als Träger dissoziierter Lebensbedürfnisse
o Lösungsförderlicher Umgang mit traumatischen Hintergründen von Störungen
o Darstellung der grundlegenden (unterschiedlichen) Symptom-Dynamiken und des sinnvollen „Timings“ von Therapieschritten
o Symptome als „Body-Guards“ von Anliegen und der therapeutisch sinnvolle Umgang damit
o Internale und interaktionelle Konflikte - Nutzung des Wissens aus der Konfliktforschung für die Gestaltung therapeutischer Prozesse
o Selbstmanagement von HelferInnen - besonders bei schweren Störungen
o Neues aus der Welt der Neurobiologie für die therapeutische Praxis