31.01.09 bis 01.02.09
Psychosomatische Lösungen statt psychosomatische "Krankheiten"
hypnosystemische Konzepte für die Nutzung psychosomatischer Probleme zur Entfaltung der unbestechlichen Weisheit des Organismus im System
Dauer: Samstag: 15.00-20.00 Uhr
Sonntag: 9.00-17.00 Uhr
Ort: Hotel Stefanie
Taborstrasse 12
1020 Wien
Kosten: Euro 315,00 (für Mitglieder Euro 270,00)
Einheiten: 15 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten
Seminarleitung
Dr.med.Dipl.Volkswirt Gunther Schmidt (D)
Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Ärztlicher Direktor der SysTelios- Privatklinik für psychosomatische Gesundheitsentwicklung in 69483 Waldmichelbach-Siedelsbrunn, Leiter des Milton-Erickson-Institut Heidelberg. Träger des Life Achievement Awards 2011 der deutschen Weiterbildungsbranche, des MEG-Preises 2014 und des Coaching Awards 2015 der deutschen Coaching Convention Begründer des hypnosystemischen Ansatzes für Kompetenz- Aktivierung und Lösungsentwicklung in Therapie/ Beratung/ Coaching/ Team- und Organisationsentwicklung, Lehrtherapeut des Helm Stierlin Instituts für systemische Therapie/ Beratung, Ausbilder u. langjähriger 2. Vorsitzender der Milton-Erickson-Gesellschaft (MEG), Mitbegründer und Senior Coach des Deutschen Bundesverbands Coaching (DBVC). Internationale Lehr- und Beratungs- Tätigkeit. Autor zahlreicher Fachpublikationen (Bücher, Fachartikel, Audio- und Video- Publikationen). Publikationen: - "Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung"- G. Schmidt, Carl Auer Verlag, 2015 - "Liebesaffären zwischen Problem und Lösung- Hypnosystemisches Arbeiten in schwierigen Kontexten"- G. Schmidt, Carl Auer Verlag, 2015 - "Reden reicht nicht!- Bifokal-multisensorische Interventionsstrategien für Therapie und Beratung"-Bohne, Ohler, Schmidt, Carl-Auer Verlag, 2016

Inhalt
Im Seminar wird praxisnah vermittelt, wie Symptome und Symptomtrance-Prozesse genutzt werden können als wichtige Informationsquelle über wertvolle Bedürfnisse, die bisher im Wertsystem und im Beziehungssystem der KlientInnen keinen Platz haben durften. Ebenso, wie Symptome als Antwort und Ausdruck von Lösungsversuchen in leidvollen Zwickmühlensituationen gewürdigt und auch gesundheitsförderlich eingesetzt werden können.

Es werden verschiedene effektive Strategien (im Gespräch, in Konversationstrance u. in "offizieller" Trancearbeit) vermittelt, mit denen auch bewusst wieder erlebt werden kann, dass es ein unbestechliches und Orientierung gebendes Wissen im eigenen Organismus gibt und wie man dies auch unter komplexen Systembedingungen gesund nutzen kann. So kann das individuelle und interaktionelle System der KlientInnen zielgenau beim Finden und Umsetzen der jeweils zum aktuellen Zeitpunkt einzigartigen, ganzheitlich stimmigen Lösung unterstützt werden. Vermittelt wird auch, wie die Teilbereiche menschlichen Seins zu ganzheitlicher wertschätzender Kooperation ein geladen werden können.

Weiter wird gezeigt, wie gerade diese aus dem Symptomprozess gewonnenen Informationen dafür genutzt werden können, die stimmigsten Balancelösungen bei massiven Zielkonflikten zu finden. (passgenau für den Beziehungskontext der KlientInnen).

Zahlreiche Methoden dafür, durch systemisch- lösungsfokussierende, direkte und indirekt-hypnotische Interventionen heilsame psycho-physiologische Prozesse anzuregen, werden erprobt und so vermittelt, dass die TeilnehmerInnen sie effektiv in ihrer Praxistätigkeit einsetzen können.

Das stationäre Modell, welches Dr. Schmidt und seine Teams an der SysTelios- Klinik für psychosomatische Gesundheitsentwicklung ( www.systelios.de ) und der Klinik am Hardberg seit Jahren mit durch Evaluationsstudien belegten großem Erfolg praktizieren, wird ebenfalls vermittelt.

Einige Inhalte des Seminares:

•Pacing-Strategien für einen optimalen Rapport mit ProblemträgerInnen und ihren BeziehungpartnerInnen als Ko-BeraterInnen;
•Hypno-systemische Problem-/Lösungsvergleiche zur Entwicklung von Wissen über in den Symptomen versteckte Bedürfnisse;
•Wertschätzen und Nutzen von psychosomatischen Problemen als Ausdruck von Lösungsversuchen in massiven Zwickmühlen;
•Etablierung des Organismus und seiner Signale als Kontraktpartner und Supervisor der Gestaltung von Lösungskontexten;
•Wie man die Krankheitszeichen zu Leibwächtern des Organismus im System machen kann;
•Gezielte Nutzung von Fremdverantwortlichkeit ("der Organismus verlangt von mir...") an Stelle von Auflösung der Krankheitskonzepte;
•Zirkuläres Fragen als Imaginationsmethode, um den gesunden Entfaltungsraum für ganzheitliche Organismen im System herzustellen;
•Wie man aus Stress auslösenden "Problemankern" im System Lösungswecker macht.;
•Nutzung der archaischen Bilder über Beziehungen im System für eine symbolträchtige rituelle "Gesundheitschoreographie";
•Entwicklung von Beziehungsmustern im Therapiesystem, die als Modellfall für erfüllende, gesunde Erfahrungen für KlientInnen und TherapeutInnen ermöglichen (wie die therapeutische Arbeit -statt zu burn-out- als Kraftfeld auch für TherapeutInnen genutzt werden kann); etc.

Methodik:
Theorie, Rollenspiele, Videobeispiele, dynamische Skulpturen, evtl. Life-Interview