15.04.11 bis 16.04.11
Therapeutisches Sandspiel
Dauer: Freitag: 15.00-20.00 Uhr
Samstag: 9.00-17.00 Uhr
Ort: Bildungshaus Schloss Krastowitz
9020 Klagenfurt, Gottscheerstrasse
Kosten: Euro 290,00 (für Mitglieder 245,00)
Einheiten: 15 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten
Seminarleitung
Mag. Rudolf Liedl
Magister der Theologie, Ausbildung zum Gestalttherapeuten am IGWien mit einer Abschlussarbeit über das therapeutische Sandspiel. Zusatzausbildung in Gestalttherapie mit Kindern und Jugendlichen bei Hanna Fak und Thomas Schön. Einschlägige Publikationen, Referenten- und Lehrtätigkeit neben der Arbeit als Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der Referent hat durch seinen Kontakt mit der „Französischen Gesellschaft der Lehre und Forschung zur Sandspieltherapie“ (AFJS) und die „Therapie durch Spiel und Kreativität“ von Varity Gavin in Apt (Provence) einen besonders intuitiven und ganzheitlichen Zugang zur Methode, der sich gut in Therapieschulen mit humanistischen bzw. existenzialistischen Wurzeln integrieren lässt.

Inhalt
Das therapeutische Sandspiel wurde von Dora Kalff, einer Mitarbeiterin von C. G. Jung, begründet. Sie fand heraus, dass das Gestalten von Sandbildern der gestaltenden Person Kontakt zum Unbewussten verschafft und vorsprachliche Erfahrungen mitzuteilen vermag. Dadurch werden die heilenden und regenerativen Kräfte des Unbewussten aktiviert und blockierte Energien gelöst.

Es hat sich gezeigt, dass das Formen von Bildern im Sand nicht nur hilfreich ist, um einen Ausdruck zu finden für Verzweiflung, Verlust oder Trauma. Es unterstützt auch die Reorganisation von inneren Energien, hilft Zerbrochenes neu zu verbinden und Wunden zu heilen. Inzwischen hat die Methode Eingang in verschiedene Therapieschulen gefunden und besonders in der Arbeit mit Kindern einen hohen Stellenwert erlangt.

Ziel des Seminars ist es, der Entwicklung des therapeutischen Sandspiels nachzugehen, um seine Hintergründe besser zu verstehen, verschiedene Einsatzmöglichkeiten dieser Methode kennen zu lernen und seine Wirkungsweise ansatzweise mitzuerleben, um sie gegebenenfalls in die eigene therapeutische Arbeit als Psychologin integrieren zu können.