02.11.07 bis 03.11.07
Gewalt von Kindern gegen ihre Eltern
Wie Eltern ihre verlorene Autorität ohne Gewalt wieder herstellen können
Dauer: Freitag: 14.00-20.30, Samsatag: 9.00-17.00
Ort: Seminarhotel Springer-Schlößl
Tivoligasse 73
1120 Wien
Kosten: Euro 285,00 (für Mitglieder Euro 240,00)
Einheiten: 16LE Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten
Seminarleitung
Dipl. Psych. Michael Grabbe (D)
Diplom Psychologe, psychologischer Psychotherapeut, Yogalehrer
Diplom - Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Yogalehrer (KYM Madras), Lehrtherapeut und lehrender Supervisor (IFW, A&E, SG). 2.Vorsitzender der Systemischen Gesellschaft (SG), Berlin. Psychotherapeutische Tätigkeiten in psychotherapeutischen, psychosomatischen und psychiatrischen Fachkliniken, Aufbau und Leitung einer Beratungsstelle für Kinder und Eltern. Praxis für systemische Therapie, Beratung, Coaching und Supervision in Melle/OS. Langjährige Lehrtätigkeit in verschiedenen Kontexten, v.a. für das Institut für Familientherapie Weinheim. Ausbildungsangebote für Systemische Beratung, systemische Familientherapie, Kinder- Jugendtherapie, Systemischen Elterncoaching, Supervision. Zahlreiche Tagungsbeiträge und Kongressorganisationen. Veröffentlichungen in Büchern und Fachzeitschriften.

Inhalt
Ausgehend von den Konzepten der "Elterlichen Präsenz" und des "Gewaltfreien Widerstandes" nach Haim Omer und Arist von Schlippe (2002, 2004) werden mit den TeilnehmerInnen konkrete Interventionsmöglichkeiten erarbeitet. Außerdem, wie sie betroffene Eltern in der Therapie- bzw. Beratungssituation einfühlsam unterstützen können ihre Haltung zu ändern, mit dem Ziel zu wachsen und Kompetenz wieder gewinnen zu können. Das bedeutet, Eltern sollen in die Lage versetzt werden, gewaltlos ihre Autorität durch Beziehung wieder herzustellen. Gleichzeitig dafür zu sorgen, dass jene Punkte an denen es zu Eskalationen kommen kann, erkennen und zu entschärfen.

Vermittelt wird auch, wie man von einer konfrontativen Haltung (Kinder, Eltern, Lehrer, Jugendämter) und von Konkurrenzen der Hilfeträger weg und hin zu Bündnissen und Kooperationen kommen kann. Im Seminar werden Methoden und Interventionen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern auch erprobt, mit denen Eltern ihre Haltung ändern können und verlorenes Terrain zurückgewonnen werden kann. Dabei geht es nicht darum, die Kinder zu besiegen, sondern sich gemeinsam zu verbünden und zu vernetzen, wobei der verwendeten und gedachten Sprache eine besondere Bedeutung zukommt. ( Eskalationsdynamiken und fatale Kommunikationsmuster zu unterbrechen)

An Beispielen aus der Praxis sollen Schwerpunkte der Aufmerksamkeit illustriert werden.