Dieses Seminar ist ein Teil des Curriculums Deeskalationslehrgang
10.11.17 bis 11.11.17
Kompetenz in der Lösung von Konflikten und Streitsituationen
Grundlagen eines professionellen Konfliktmanagements
Dauer: Freitag: 15:00-20:30
Samstag: 09:00-17:00
Ort: Schloss Krastowitz
Gotscheerstraße
9020 Klagenfurt
Kosten: Euro 295,00 (für Mitglieder Euro 250,00)
Einheiten: 15 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten
Seminarleitung
Univ.Lekt. Dipl.Päd. Ulrich Hagg, MA, MBA
Pädagoge, Psychotherapeut für systemische und Familientherapie
Paar- und Sexualtherapeut Akademischer Mediator, zertifizierter Co- und Lehrmediator Lehraufträge an der Alpen Adria Universität und der Viktor Frankl Hochschule Leiter des Instituts für systemische Beratung, Therapie und Mediation, ISYS Forschungsschwerpunkt Paar- und Sexualtherapie im Rahmen der Society for Psychotherapy Research SPR Zahlreiche Fachartikel und Vorträge zu diesem Thema

Inhalt
Dieses Seminar stellt den zweiten Teil des Lehrgangs zum/zur Deeskalationsmanager/in dar. Es kann einzeln oder als Lehgang gebucht werden.

Ungelöste Konflikte sind belastend, kosten viel Energie, verlagern sich gern in andere Lebensbereiche oder manifestieren sich körperlich. Sie sind die Ursache für viele psychische Probleme, da sie laufend Spannung und häufig Folgekonflikte erzeugen. Sie lösen oft auch Anspannung bei den involvierten HelferInnen aus und wollen daher so rasch als möglich gelöst oder mit allen beteiligten Personen geklärt werden, sodass wieder Wohlgefallen einkehren kann. Eine genauere Konfliktanalyse würde jedoch sichtbar machen, dass es sich vielfach um Konfliktarten handelt, die nicht lösbar sind. Denn ein nicht unwesentlicher Anteil unserer inneren und zwischenmenschlichen Differenzen geht auf systemimmanente Widersprüche, Ambivalenzen, unvereinbare Werthaltungen und Glaubenssätze zurück. Für diese braucht es in der Begleitung einen anderen Zugang und andere Instrumente als bei Konflikten infolge von Pannen, Bedürfniskollisionen oder Missverständnissen.

Im Seminar werden wir uns den immanenten und wiederkehrenden Widersprüchen mit Hilfe einer speziell dafür entwickelten Konfliktdiagnose, des anschließenden strategischen Interviews und mit paradoxen Interventionen nähern. Der gezielte Einsatz von humorvollen Metaphern und Teile Arbeit im Umgang mit Ambivalenzen erweitern das Repertoire an diesem Wochenende. Damit nicht die (vorschnelle) Lösung zum Teil des Problems wird.