Dieses Seminar ist ein Teil des Curriculums Eintauchen in die Welt der Kinder
24.11.17 bis 25.11.17
Was geht noch - wenn nichts mehr geht?
Psychotherapeutischer Umgang in der suizidalen Krise
Dauer: Freitag: 15:00-20:30
Samstag: 09:00-17:00
Ort: LFI Oberösterreich
Auf der Gugl 3
4021 Linz
Kosten: Euro 295,00 (für Mitglieder Euro 250,00)
Einheiten: 15 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten
Seminarleitung
Mag.a Marina Gottwald
Klinische und Gesundheitspsychologin Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) Tätig in der Abteilung für Klinische Psychologie/Schwerpunkt Jugendpsychiatrie Tätigkeit an der Kinder- und Jugendpsychiatrie; LNK- Wagner Jauregg Linz (Schwerpunkt: Akute Krisen, PTSD, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen) Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des OÖLP (OÖ Landesverband für Psychotherapie); Schwerpunktbereich: Kinder und Jugendlichenpsychotherapie

Inhalt
Theoretischer Hintergrund:
Der Begriff „Suizidalität“ umfasst alle Gefühle, Gedanken, Impulse und Handlungen, die selbstzerstörerischen Charakter haben und das eigene Versterben aktiv oder durch Unterlassung anstreben. Auch kann der Tod indirekt in Kauf genommen werden (u.a. beim selbstverletzenden Verhalten). Die Motive und Methoden sind individuell.

Die Einschätzung der Risikofaktoren und die aktuelle Risikoabschätzung stellt ein wichtiges Handwerkszeug in der täglichen Arbeit dar. Die Behandlung suizidaler KlientInnen ist zwischen kurzfristigem Krisenmanagement und einer längerfristigen Therapie zur Behandlung der suizidfördernden personalen Bedingungen zu differenzieren. V.a. bei chronischer Suizidalität ist eine kurzfristige Stabilisierung der Krise unzureichend, um langfristig das suizidale Verhalten zu reduzieren.

Inhaltlicher Ablauf:
Das Seminar möchte praxisorientiert auf ausgewählte schulübergreifende Methoden und Techniken mit Fallbeispielen aus der täglichen Arbeit mit (chronisch) suizidalen Jugendlichen eingehen. Dabei sollen in gezielten Selbsterfahrungsübungen die Einstellung zu den eigenen Normen und Werten mit dem Thema reflektiert werden. Erst bei reflektierter Haltung der TherapeutIn zum Thema Leben und Tod kann die Arbeit mit suizidalen KlientInnen authentisch und glaubwürdig in Rollenspielen beginnen. Ziel ist den eigenen Methodenkoffer für die individuelle Arbeit mit Jugendlichen mit anwendbaren und erprobten Techniken zu erweitern.

Methoden:
Theorie und Übungen (Selbsterfahrungsübungen und Rollenspiele mit Fallpräsentationen)